Chronische Erkrankungen führen häufig zu speziellen Einschränkungen der Lebensbedingungen und zu Behinderungen. Die meisten Probleme basieren auf krankheitsbedingten Störungen und können nur mit spezifischen therapeutischen Bemühungen gemindert oder beseitigt werden.
Das Behandlungskonzept berücksichtigt die vielfältigen physischen und psychischen Probleme im Leben chronisch kranker Kinder und Jugendlicher und umfasst ein detailliertes Behandlungsangebot, das entsprechend der Grundkrankheit, dem Alter und dem aktuellen Gesundheitszustand des Patienten individuell erarbeitet wird.
Ein weiteres wichtiges Behandlungsprinzip ist die Anwesenheit einer mit der Erziehung und Pflege betrauten Bezugsperson während der gesamten Dauer der stationären Heilmaßnahme. So wird diese Person in das Behandlungskonzept eingebunden und während des Klinikaufenthalts zum „Co-Therapeuten“ ausgebildet. Ein, gemeinsam mit den Therapeuten, Ärzten und Bezugspersonen erarbeitetes, Nachsorgekonzept hilft bei der Integration der Krankheit in den Alltag. Auch werden, neben der Schulung der Bezugspersonen Selbsthilfegruppen und Interessenverbände in das Konzept integriert.
Der individuelle Ablaufplan der Rehabilitation soll im Ergebnis der Rehabilitationsmaßnahme eine bessere körperliche Leistungsfähigkeit, ein höheres Vertrauen des Patienten in seine Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit und damit einen günstigen Einfluss auf die Therapie erreichen.

