Chronische Erkrankungen führen häufig nicht nur allein zu körperlichen Einschränkungen, sondern bedeuten für Kinder und Jugendliche auch Beeinträchtigungen in der Ausführung normaler Alltagsaktivitäten sowie in der Teilhabe an notwendigen und gewünschten Lebensbereichen. Unter Beachtung von individuellen Förderfaktoren und Barrieren, die sich sowohl aus der persönlichen Situation des Patienten, als auch aus seinem familiären und sozialen Umfeld ergeben, hat die Rehabilitation die Verbesserung der so umfassend verstandenen funktionalen Gesundheit zum Ziel.
Unsere Behandlungskonzepte berücksichtigen die vielfältigen physischen und psychischen Probleme im Leben chronisch kranker Kinder und Jugendlicher und umfassen differenzierte Behandlungsangebote, die entsprechend der Grundkrankheit, eventueller Nebenbefunde, dem derzeitigen Gesundheitszustand und dem Alter des Kindes individuell erarbeitet werden.
Ein weiteres wichtiges Behandlungsprinzip ist die Anwesenheit einer mit der Erziehung und Pflege betreuten Bezugsperson während der gesamten Dauer der stationären Heilmaßnahme. So wird diese Person in das Behandlungskonzept eingebunden und während des Klinikaufenthalts zum „Co-Therapeuten“ ausgebildet. Ein indisziplinär im Rehabilitationsablauf erarbeitetes Nachsorgekonzept hilft bei der Integration der krankheit in den Alltag. Die Kontaktaufnahme zu Selbsthilfegruppen und Interessenverbänden wird von unserem Team unterstützt.
Der individuelle Rehabilitationsprozess soll im Ergebnis eine langfristig verbesserte Gesundheit, eine bessere körperliche Leistungsfähigkeit, eine Verbesserung von Krankheitsakzeptanz und Selbstwahrnehmung und insgesamt mehr Selbstvertrauen, Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit im Umgang mit der Erkrankung bewirken und die normale Teilhabe an Lebensbereichen und Aktivitäten fördern.
Weitere gesunde Familienmitglieder, Erwachsene wie Kinder, können als Gäste, ggf. auf eigene Kosten, mit aufgenommen werden und auch in die Schulungen eingebunden werden.

